In diesem Text beleuchten wir die imperialistischen Angriffe der USA und Israels auf den Iran, die am 28. Februar 2026 begonnen haben und die gesamte Region ins Chaos stürzen. Darüber hinaus kritisieren wir zentrale Fallstricke, die wir in der linken Debatte wahrnehmen, und versuchen, Orientierungspunkte für eine Praxis hier in Deutschland festzuhalten.
Am 28. Februar begann der Angriffskrieg des US-Imperialismus und Israels gegen den Iran, vordergründig wegen der angeblichen atomaren Bedrohung Israels — völkerrechtswidrig wie der Krieg der US-Koalition gegen den Irak 2003. Damals wegen angeblicher Chemiewaffen, heute wegen iranischer Atomwaffen.
In den letzten Wochen wurden neben militärischen Zielen zivile Einrichtungen, Infrastruktur und Wohnblocks im Iran angegriffen; bei den ersten Angriffen wurden neben ranghohen Militärs auch das Staatsoberhaupt des Irans, Khamenei, exekutiert. Auch eine Mädchenschule war vom US-Militär bombardiert worden: 160 Kinder und 40 Lehrerinnen starben.
Als Ziel des Westens wurde im Rahmen dieses Krieges definiert, einen „Regime Change“ herbeizuführen.
Der iranische Staat reagiert auf diese Angriffe mit Gegenschlägen auf US-Militärbasen und US‑Einrichtungen in der gesamten Golfregion und im Irak, auf Israel und mit der Schließung der Straße von Hormus. Die Verbündeten des Irans, wie die Hisbollah im Libanon, sind in den Krieg eingetreten.
Inzwischen greift Israel neben dem Iran auch den Libanon massiv an, verschärft die zionistischen Siedler- und Armeeangriffe auf die palästinensische Bevölkerung im Westjordanland, während der Genozid in Gaza noch immer nicht beendet ist. Vor dem Hintergrund der Blockade der Straße von Hormus durch den Iran versuchen die USA, die gesamte NATO nun – bislang erfolglos – in den Krieg hineinzuziehen. Wenn es nicht bereits so weit ist, droht dieser Krieg, die gesamte Region in seinen Strudel zu ziehen.
Während rechte Anhänger des iranischen Schahs im Ausland über die Bomben jubeln, ist die iranische Bevölkerung diesen schutzlos ausgeliefert; hunderttausende Zivilist:innen im Iran und Libanon sind zur Flucht gezwungen, werden massive Angriffe Israels auf Beirut und Teheran geflogen.
Der Westen – kein Verbündeter der iranischen Bevölkerung
Selten gab es in den letzten Jahrzehnten einen imperialistischen Krieg, der sich weniger um die moralische und juristische Rechtfertigung seiner Aggression gekümmert hätte: Nur sehr halbherzig werden die Proteste der iranischen Bevölkerung vom Januar und das folgende Massaker der Repressionsgarden als Begründung herangezogen. Tatsächlich ist der herrschenden Clique der USA und Israels das Schicksal der Iraner:innen offensichtlich egal.
Das zeigt sich nicht nur daran, dass zivile Einrichtungen wie Schulen, Wasserentsalzungsanlagen, Wohnungen und auch Öllager in Teheran angegriffen wurden, mit der Folge, dass ganze Straßenzüge brannten und schwarzer, hochgiftiger Regen auf die Menschen der Stadt niederging. Auch eine Fortsetzung der islamischen Republik ist zumindest für die US-Regierung ein denkbares Ergebnis des Krieges — wenn sie sich nur nicht mehr westlichen Interessen versperrt.
Falls das nicht möglich ist, soll die iranische Regierung fallen. Nicht weil es eine Diktatur ist, sondern weil der Iran sich der westlichen Hegemonie widersetzt und das als Regionalmacht auch über die eigenen Landesgrenzen hinaus. Die „Islamische Republik“ trat 1979 an die Stelle einer nicht weniger reaktionären Schahmonarchie, die als US-Marionettenregime fungiert hatte, und verweigerte westlichen Konzernen fortan den direkten Zugriff auf die reichhaltigen Öl- und Gasvorkommen des Landes.
Der nun angestrebte Regime Change sollte also nicht mit Bestrebungen hin zu einer Demokratisierung oder Befreiung des Iran von reaktionärer kapitalistischer Herrschaft verwechselt werden. Wichtige Verbündete des Westens sind nach wie vor die monarchistischen Überreste der Schah-Monarchie, die durchweg pro-zionistisch und pro‑USA eingestellt sind. Ein westlich instruierter Regime Change, verbunden mit der völligen Öffnung der iranischen Märkte, würde sicher keine wirklichen Verbesserungen für die iranische Bevölkerung mit sich bringen. Nicht umsonst kämpften iranische Kommunist:innen Ende der 1970er an vorderster Front mit großem Rückhalt in der Bevölkerung für ein Ende der Schahmonarchie. Die Revolution 1979 wurde von breiten Volksmassen getragen und vereinte verschiedene politische Kräfte, die für einen vom Westen unabhängigen und vom Schah befreiten Iran kämpften.
Letztendlich konnten sich die reaktionären islamistischen Kräfte durchsetzen, was mit der massenhaften Verfolgung und Ermordung von Kommunist:innen und anderen fortschrittlichen Kräften verbunden war — damit wurde die Islamische Republik geboren.
Aggression im Zeichen des Niedergangs
Das unmittelbare Ziel, die Islamische Republik zu stürzen, bezieht sich dabei nicht nur auf das tatsächliche militärische Potenzial Irans und die mögliche Gefahr, die für Israel oder die USA davon ausgeht. Denn dieser Krieg fügt sich ein in den Versuch, den gesamten Nahen und Mittleren Osten unter Führung Israels und nach US-Interessen neu zu ordnen. Nicht nur um dem Westen uneingeschränkten Zugriff auf das Öl und Gas der Region zu erlauben und einen regionalen Konkurrenten auszuschalten. Im Kampf gegen den eigenen Niedergang geht es dem US‑Imperialismus auch darum, sich im Ringen mit China in eine militärisch wie ökonomisch bessere Position zu bringen. Es ist also naheliegend, dass es hier auch darum geht, die guten chinesischen und russischen Beziehungen des Irans zu kappen. Nach der Entführung des venezolanischen Präsidenten Maduro und der Aggression gegen Kuba reiht sich der Überfall auf den Iran in diese Zielrichtung — mögliche chinesische Verbündete eliminieren, China den Zugriff auf strategische Ressourcen verweigern — ein.
Dass dieses Ziel erreicht wird, ist noch lange nicht entschieden: Der überhastete Krieg hat bislang noch nicht zum gewünschten Ergebnis geführt, der Iran hat sich als politisch und militärisch ausdauernder erwiesen, als in Tel Aviv und Washington angenommen. Stattdessen scheint sich der Krieg — aktuell im Libanon — regional auszudehnen.
Fallstricke vermeiden
Wir sehen aktuell mehrere Tendenzen in linken Debatten, die wir für gefährlich halten.
I. Befreiungsimperialismus
Die von westlichen Politiker:innen gerne vorgeschobene und in hiesigen Medien unablässig wiederholte Position ist, dass die Angriffe auf den Iran zu befürworten seien, weil der von außen herbeigebombte Sturz der Regierung die Chance für einen demokratischen Wandel eröffne.
Diese Position leugnet, dass der Westen eigene Interessen verfolgt und sich um das iranische Volk und dessen Interessen herzlich wenig sorgt. Das zeigen unter anderem die Flächenbombardements auf Wohngebiete Teherans. Ohne gesicherte Lebensmittel‑ und Energieversorgung und ohne Schutzräume ist die Bevölkerung den Angriffen und Zerstörungen hilflos ausgeliefert. Mehr als Tausend Menschen wurden bislang durch amerikanische und israelische Bomben ermordet.
Die westliche Vision für eine neue Regierung des Irans ist keineswegs die Selbstbestimmung der Bevölkerung. Vielmehr werden Figuren wie der im Exil lebende, Israel- und USA‑freundliche „Kronprinz“ Pahlavi, der die längste Zeit seines Lebens in Miami verbrachte und keinerlei Rückhalt in der Bevölkerung hat, hoch gehandelt.
Für einen demokratischen Umbau der Gesellschaft, für Frauenbefreiung, die Gleichberechtigung ethnischer Minderheiten und eine kollektive Kontrolle über die Reichtümer des Landes braucht es keine US‑israelischen Bomben, sondern kämpfende Bewegungen, die von unten an der Macht rütteln. Dass das im Iran sehr wohl möglich ist, haben Hunderttausende gezeigt, die zu Beginn dieses Jahres mutig auf die Straße gegangen sind und trotz Repression und Ermordung für ihre Befreiung gekämpft haben.
Und dennoch mag manch eine:r fragen: Wenn es diese starke Bewegung nicht geschafft hat, die iranische Regierung zu stürzen, vielleicht können dann die amerikanischen und israelischen Bomben die Bewegung reaktivieren und ihr die nötige Stärke verleihen? Dazu ist wichtig zu betonen, dass die Islamische Republik durchaus über eine Massenbasis in der Bevölkerung verfügt und dass der Staatsapparat offensichtlich stabil genug aufgestellt ist, um auch nach der Ermordung zentraler Köpfe noch weiter zu funktionieren und eine umfassend vorbereitete Verteidigungsstrategie zu entfalten. Hinzu kommt das, was Krieg in kapitalistischen Staaten eben immer mit sich bringt: Eine verstärkte politische Disziplinierung der Bevölkerung im Innern und eine verstärkte Repression gegen Widerstandskräfte. Dass die bisherigen Aufstände und Massenbewegungen nicht zum Sturz der Islamischen Republik geführt haben, lag wohl eher nicht daran, dass ihnen die Fähigkeit gefehlt hat, das eigene Land zu bombardieren. Die Klassenkämpfe im Iran sind komplex und müssen sich seit Jahrzehnten unter schwierigsten Bedingungen entwickeln. Welche Einheiten geschmiedet werden können, wo Gegenmacht aufgebaut werden, welche Organisierungen dafür notwendig sind – das wird nicht durch Bomben von Außen beantwortet, sondern durch einen politischen Prozess, der von den kämpfenden Kräften vor Ort angeführt wird.
Dass der Krieg die kämpfende Bewegung nicht stärkt, ergibt sich auch aus dem Charakter des imperialistischen Krieges selbst: Die Imperialisten wollen den Iran als regionale Macht ausschalten, sie wollen keine breite, demokratische Bewegung, die das Schicksal des iranischen Volkes selbst in die Hand nimmt. Dass eine solche Bewegung auf die Idee kommen könnte, auch die Reichtümer des Landes demokratisch zu verteilen, und dem Zugriff des westlichen Imperialismus zu entziehen, fürchten Trump und Konsorten sicher mehr als eine weitere reaktionäre Regierung.
II. Eine Position des „objektiven Antiimperialismus“
Die Tendenz, sich nun auf die Seite der Islamischen Republik zu stellen, ist vielleicht erst einmal nachvollziehbar. Immerhin handelt es sich bei den Angriffen um einen Teil eines großangelegten Angriffskrieges, mit dem die USA und Israel ihre Vorherrschaft in der Region sichern möchten.
Für uns liegt ein Fokus aktuell auch deshalb darauf, diesen Krieg, der aus dem Lager der Verbündeten „unseres“ Imperialismus angeführt wird, anzugreifen, zu delegitimieren und wenn möglich zu behindern.
Was die Bezugnahme auf Kräfte vor Ort angeht, finden wir es allerdings strategisch wichtig auf diejenigen zu schauen, die bereits in den Aufstandsbewegungen im vergangenen Jahrzehnt aktiv waren, die dort Klassenpositionen vertreten, feministische Orientierungen gegeben, den Kampf gegen die Unterdrückung nationaler Minderheiten geführt haben – mit klaren Positionen gegen westliche Einmischungen. Dabei steht außer Frage, dass unsere Solidarität der gesamten iranischen Bevölkerung gilt, die aktuell von den USA und Israel unter Beschuss genommen wird.
Ein rein geopolitischer Blick auf die Interessen, Konkurrenz und Kräfteverhältnisse verschiedener kapitalistischer Staaten und Machtblöcke reicht nicht aus, um die Kräfte und Entwicklungen zu identifizieren, die für revolutionäre und sozialistische Perspektiven wesentlich sind. Ein Verständnis der imperialistischen Geopolitik ist für eine objektive Einschätzung der Lage wichtig. Diese Erkenntnisse werden aber unbrauchbar, wenn sie nicht mit der Frage nach dem Subjekten revolutionärer, sozialistischer Veränderung, nach den Kämpfen der eigenen Seite verbunden sind.
Wesentlich für eine linke Perspektive auf den iranischen Staat ist, dass er die Interessen der iranischen Bourgeoisie vertritt. Eine Bourgeoisie, deren Herrschaft mit der massenhaften Verfolgung und Ermordung von Kommunist:innen begann, in deren Kerkern bis heute zehntausende Streikende, Kommunist:innen, Feminist:innen und andere Linke gefoltert und hingerichtet wurden, die in besonderer Weise Frauen und Queers unterdrückt und die große Teile der eigenen Bevölkerung mit einem harten neoliberalen Kurs seit den 90ern in Armut und Unsicherheit hält. Der aktuelle Kriegszustand bedeutet für fortschrittliche Teile der Bevölkerung in erster Linie eine weitere Verschärfung der ohnehin harten Repression und Verarmung.
Eine ganze Reihe an gewerkschaftlichen und feministischen Kräften, politischen Gefangenen und fortschrittlichen Prominenten aus dem Iran bezieht klar Stellung, sowohl gegen die US‑israelischen Kriegshandlungen als auch gegen die iranische Regierung. Eine lebenswerte Perspektive ohne Ausbeutung, Krieg und Unterdrückung ist nur denkbar, wenn sich das iranische Volk von seinen Unterdrückern befreit — jedoch ohne Einmischung anderer kapitalistischer Mächte.
Eine Position, die den Klassenwiderspruch in der iranischen Gesellschaft als nebensächlich im Vergleich zur unter Beschuss stehenden nationalen Souveränität des Irans sieht, verkennt zudem, dass die Islamische Republik eben selbst aktiv die nationale Souveränität der Völker Irans unterdrückt: Der Iran ist ein Vielvölkerstaat und Kurd:innen, Aserbaidschaner:innen, Belutsch:innen und viele andere Völker werden seit langem und brutal unterdrückt.
III. Die Suche nach revolutionärer Reinheit
Die Lage im Nahen und Mittleren Osten wird in der kommenden Zeit dynamisch sein. Das bedeutet, dass wir mit rasanten Entwicklungen und starken Brüchen in der Region zu rechnen haben. Dabei beinhaltet die Erschütterung der bestehenden Macht immer auch die Möglichkeit, dass neue Akteure entstehen und Einfluss gewinnen. Das gilt für Reaktionäre wie z. B. sunnitische Islamisten genauso wie für fortschrittliche oder sogar revolutionäre Kräfte.
Wir müssen davon ausgehen, dass wir die Entwicklungen nicht immer von außen durchdringen können und sie oft auch in sich selbst widersprüchlich sein werden.
Heißt: Revolutionäre Prozesse sind nie rein, und als Außenstehende gilt es für uns, zu versuchen, den Prozess zu verstehen und nach den fortschrittlichen Elementen zu suchen und diese zu stärken.
Eine Suche danach, welche Kräfte nun am besten in ein Modell passen oder die reinste Antwort haben, wird uns dabei vermutlich nicht helfen. Das haben auch die Erfahrungen der letzten Jahre in der Region gezeigt. Rojava passt in kein Modell — nichtsdestotrotz handelt es sich dabei um einen revolutionären Prozess, trotz seiner Widersprüchlichkeit. Auch im Iran werden revolutionäre Kräfte sich durch den Nebel der Widersprüchlichkeit manövrieren müssen, werden sie revolutionäre Realpolitik betreiben müssen, wird es verschiedenste politische Kräfte mit unterschiedlichen Interessen geben und „unmögliche“ Koalitionen zwischen ihnen, wird es ausländische Einmischung geben. Wichtig ist dabei nicht auf Propaganda hereinzufallen: Wenn die USA behaupten, dass kurdische Einheiten für sie als Bodentruppen kämpfen, dann ist das gelogen. Viele kurdische Organisationen vor Ort haben das immer wieder als Falschmeldung markiert. Die Komala (eine kurdisch-kommunistische Organisation), die Teil einer neuformierten breiten Koalition iranisch-kurdischer Organisationen ist, erklärt, dass der US-Imperialismus für sie kein Verbündeter ist, und sie sich auch nicht für ausländische Interessen einspannen lassen werden.
In der komplexen Gemengelage des Krieges können sich Räume öffnen, die von revolutionären Kräften gefüllt werden können. Das ist richtig und unterstützenswert. Sie bürgerlichen und reaktionären Kräften zu überlassen wäre vermutlich ein Fehler.
Eine einfache Suche nach dem, was „richtig“ oder „falsch“ aus unserer bequemen Position heraus ist, wird weder uns, noch den Genoss:innen vor Ort helfen. Wichtiger ist, eine Orientierung für uns hier im imperialistischen Zentrum zu formulieren:
Der Hauptfeind steht im eigenen Land!
Hier in Deutschland ist der Ausgangspunkt unserer Arbeit; hier können wir dem Krieg entgegentreten.
Der Krieg im Nahen Osten wurde vom westlichen Imperialismus begonnen und dient seinen Interessen, auch denen Deutschlands. Die aktuelle Zurückhaltung von Deutschland und anderen EU- und NATO-Staaten in Sachen direkter Beteiligung hat wohl eher mit der offensichtlichen US-amerikanischen Strategielosigkeit in diesem Krieg und dem Bedürfnis zu tun, sich etwas unabhängiger von den zunehmend unberechenbaren Waffengängen des US-Imperialismus zu machen. Fakt ist, dass dieser Krieg Ausdruck einer voranschreitenden globalen Kriegstendenz ist. Die Gefahr eines Weltkriegs ist so hoch wie seit 1945 nicht mehr.
Und auch Deutschland bereitet sich auf kommende Kriege vor — mit Aufrüstung, Militarisierung und Wehrpflicht. Hier vor Ort gilt es, sich dem Kriegskurs zu widersetzen und Widerstand zu organisieren. Wir können die Kriegstreiber vor der eigenen Haustür angehen. Und sie sind überall: Banken, Rüstungskonzerne, bürgerliche Parteien. Das deutsche Kapital profitiert von Kriegen und unterstützt die USA bei ihrem Krieg mit Rüstungskooperationen, mit Waffenlieferungen an Israel und die USA sowie mit der politischen Unterstützung des israelischen Apartheidregimes.
US-Unternehmen sind auch hier ansässig; auch in Deutschland gibt es US‑Militär. Auch wenn die USA nicht unser strategischer Hauptfeind sind, ist es in der aktuellen Phase völlig richtig, sie anzugehen.
Revolutionäre, proletarische Kräfte sind unsere Verbündeten.
Wir sind nicht unparteiisch. Wir stehen auf der Seite der internationalen Arbeiter:innenklasse und aller unterdrückten Völker. Das bedeutet, dass unsere Verbündeten die revolutionären, linken und kommunistischen Kräfte im Iran sind.
Es sind die mutigen Menschen, die sich zu Beginn des Jahres der iranischen Repression zu Tausenden entgegengestellt haben, die Frauen, die gegen ihre Unterdrückung kämpfen, die Gewerkschaften, in denen sich Arbeiter:innen illegal organisieren. Es sind die unterdrückten Völker im Iran, die für ihre Freiheit kämpfen, wie in Belutschistan und Kurdistan.
Wenn wir es schaffen, Solidarität mit diesen Kräften zu organisieren und unsere Kämpfe zu verbinden, dann haben wir schon viel gewonnen.
Wir wissen, dass herausfordernde und bewegte Zeiten auf uns zukommen, dass wir der schieren Übermacht der Herrschenden oft ratlos gegenüberstehen. Doch wenn die Geschichte uns eines gezeigt hat, dann, dass gerade in diesen Zeiten die Möglichkeiten für revolutionäre Perspektiven und Antworten, wirkmächtig zu werden, am besten sind.
Vor uns liegen bewegte Zeiten — Zeit, dass wir uns auch bewegen!
Nein zum imperialistischen Krieg!
Nieder mit dem iranischen Regime!
Für eine revolutionäre Perspektive!
Interview der Revolutionären Aktion Stuttgart mit einer iranischen Genossin:




