Revolutionärer 1. Mai 2019

Hier eine kleine Übersicht sowohl unserer Aktivitäten zum diesjährigen 1. Mai, als auch anderer klassenkämpferischer, antifaschistischer und revolutionärer Moblisierungen.


Hamburg

Mit deutlich mehr DemonstrantInnen als im letzten Jahr, sind wir dieses Jahr von der S-Bahn Sternschanze zur Lenzsiedlung in Eimsbüttel gelaufen. Raus aus der Szene, hin zur Klasse! Unser Frontblock in gelben Westen machte mit kämpferischen Parolen, Hochtransparent, roten Fahnen, Schildern und kreativen Aktionen auf sich aufmerksam. Es beteiligten sich erfreulicherweise auch viele Menschen beteiligt, die nicht der klassischen Linken Szene angehören. Die Bullen haben die Demo mit einem Großaufgebot immer wieder wegen gezündeter Pyrotechnik aufgehalten, konnten uns aber nicht daran hindern, die Route selbstbestimmt bis zum Abschluss zu laufen. Dieses Jahr gab es außerdem einen motivierten zweiten Block, über den wir uns sehr gefreut haben. Die GenossInnen der Antifa Altona Ost haben selbst eine erfolgreiche Demo veranstaltet, die sich mit unserer am Startpunkt zusammengeschlossen hat. Wir bedanken uns auch herzlich bei allen GenossInnen aus anderen Städten, die mit uns gelaufen sind! In diesem Sinne: Aufruhr, Widerstand – Klassenkampf im ganzen Land!

Mehr: https://www.facebook.com/roterahh/


München

1. Mai, Sonne, Klassenkampf! Den ganzen Tag waren wir in München auf der Straße und haben gemeinsam gefeiert. Am Morgen auf der Gewerkschaftsdemo beteiligten sich um die 100 Menschen am revolutionären Block unter dem Motto „In die revolutionäre Offensive!“.

Nach dem Ende der DGB-Kundgebung fand eine Gedenkaktion für die Gefallenen der Münchner Räterepublik statt. Vor genau 100 Jahren, am 1. Mai 1919, umzingelten faschistische Freikorps auf Befehl der abgesetzten SPD-Regierung die Stadt München und zerschlugen den ersten sozialistischen Versuch auf bayerischem Boden. Der Kommandant der Roten Armee Rudi Egelhofer und weitere RevolutionärInnen wurden in den Keller der Münchner Residenz verschleppt, gefoltert und ohne Gerichtsverfahren erschossen. An diesem Ort gedachten wir mit Reden und musikalischen Einlagen der Gefallenen.

1. Mai nazifrei – eine kurzfristig angesetzte AfD-Kundgebung sollte am Nachmittag vor der Paulskirche stattfinden. Nazipropaganda am 1. Mai – das lassen wir uns nicht gefallen! Es sammelten sich zahlreiche AntifaschistInnen und zogen als Spontandemonstration los, um die AfD lautstark zu stören, so dass die RassistInnen schon viel früher als angemeldet ihre Hetze beendeten und ohne Außenwirkung abziehen mussten. Das USK tat wieder alles, um das traurige rechte Häuflein zu schützen. Weil angeblich Heinz Meyer von Pegida München körperlich angegangen worden sein soll, nahm USK noch einen Antifaschisten fest. Nach soviel Action folgte das schon traditionelle revolutionäre 1. Mai Fest „All power to the people“ in der Glockenbachwerkstatt. Inzwischen ein fester Termin der Linken in München zum Ausklang unseres Kampftages.

Mehr: https://www.facebook.com/RotesMuenchen


Stuttgart

Frauenstreik und Antikapitalistischer Block auf DGB-Demo +++ Bis zu 1200 TeilnehmerInnen auf Revolutionärer Demo +++ Agit-Prop-Aktion in Gedenken an Else Himmelheber +++ Kurze Auseinandersetzung nach Sprinteinlage +++ Top-Transpi-Aktion +++ mehrere Hundert TeilnehmerInnen auf Internationalistischem Fest

Ausführlicher Aktionsbericht und mehr Bilder hier


Villingen-Schwenningen

Zahlreiche Menschen gingen heute am Kampftag Der ArbeiterInnenklasse in Villingen-Schwenningen auf die Straße. Unter dem Motto “Kämpfe verbinden, Kapitalismus überwinden – eine solidarische Gesellschaft als Ziel” stand die antikapitalistische Demonstration welche die Initiative für einen kämpferischen 1.Mai organisierte.

Um 10 Uhr begann die Auftaktkundgebung am Bahnhof in Schwenningen – seit langem wieder einmal ein 1.Mai mit schönem Wetter ohne Regen oder Schneeflocken. Dementsprechend war auch die Stimmung von Beginn an kämpferisch und laut. Der DGB und die Einzelgewerkschaften riefen in diesem Jahr einzig zu einer stationären Maiveranstaltung auf. Trotz diesem Nicht-Verhalten der DGB Gewerkschaften nahmen auch viele KollegInnen aus dem Gewerkschaftsspektrum an der Demonstration teil. Insgesamt beteiligten sich um die 100 Leute. In verschiedenen Redebeiträgen, unter anderen von der 1.Mai-Inititaive und der Linken Aktion Villingen-Schwenningen wurden unterschiedliche Schwerpunkte aufgegriffen, etwa die Kritik an der EU, die eben alles andere als ein Friedensprojekt ist, und das Thema Wohnungsnot. Die Route der Demonstration verlief vorbei am Einkaufcenter Rössle, das heute lediglich als Abschreibungsobjekt dient und seit Jahren leer steht. Weiter ging es durch die Fußgängerzone, später vorbei am Linken Zentrum Mathilde Müller. Die Demonstration endete an der offiziellen Mai-Veranstaltung des DGB in der parkanlage Möglingshöhe, wo es zum Abschluss mit lauten Parolen und Pyrotechnik noch einmal kämpferisch wurde.

Zeitgleich zum Maihock der Gewerkschaften, begann im Linken Zentrum ein Internationalistisches Fest zum 1.Mai. Viele der DemonstrantInnen zogen im Anschluss der Demonstration dorthin weiter und genossen den restlichen 1.Mai-Nachmittag in solidarischer Atmosphäre.


Weitere klassenkämpferische, antifaschistische und revolutionäre Mobilisierungen zum 1. Mai 2019:

Berichte und weitere Bilder:

Antikapitalistischer Bereich auf der DGB-Demo in Waiblingen. Außerdem: Berichte zu Mobi-Aktionen im Rems-Murr-Kreis und antikapitalistischer Redebeitrag.

Antikapitalistischer Block auf der DGB-Demo in Karlsruhe. Außerdem: Aufrufe und Redebeiträge

Antikapitalistscher Block auf der DGB-Demo in Mannheim

Antifa-Proteste gegen den Naziaufmarsch in Duisburg

Klassenkampfblock in Berlin

Mobi Videos zum 1. Mai 2019