Das war der 1. Mai 2018 – Organisieren, Kämpfen, Gegenmacht aufbauen!

Seit Jahren gab es wieder einen bundesweiten Aufruf zum revolutionären ersten Mai. Diesem Aufruf sind sechs Gruppen aus Deutschland gefolgt. Wir wollen kurz über die Demos und Aktionen in den einzelnen Städten berichten.

Die Antikapitalistische Linke München hat mit zu einem revolutionären Block auf der DGB Demo aufgerufen und dort mit rund 200 Menschen das Polizeiaufgabengesetz in Bayern und den Krieg in Afrin thematisiert. Durch entschlossenes Vorgehen der GenossInnen konnten Festnahmen wegen angeblich verbotenen Fahnen verhindert werden. Anschließend zog man zu dem Fest “All power to the people” in die Glockenbachwerkstatt.

In Villingen-Schwennigen beteiligte sich die Linke Ation an der DGB Demonstration mit einem kämpferischen Block und bei dem anschließenden Fest mit einem Stand. Mit ein wenig Rauch, roten Fahnen und Schildern, sowie einer YPG Fahne haben sie der gesamten Demo einen revolutionären Anstrich gegeben.

Parallel dazu gab es in Nürnberg eine revolutionäre erste Mai Demonstration, zu der circa 30 Gruppen und Initiativen mobilisiert haben. Dazu schreiben die PROLOS: 3000 beim revolutionären 1.Mai kämpferisch, laut, solidarisch: auch so sieht’s aus, das widerständige Bayern.” Nach erfolgreichen Aktionen während der Demo endete diese am internationalistischen Strafenfest im Gostenhof.

Der Rote Aufbau lud mit einem Bündnis unter dem Motto “Kapitalismus – immer noch scheiße” zu der fast schon klassischen 18Uhr-Demo in Hamburg. An der revolutionären Demo beteiligten sich mindestens 3000 Menschen. In diesem Jahr ging die Route allerdings eine ungewohnte Richtung, sie sparte bewusst die Szene-Viertel aus. Angeführt wurde die Demonstration von einem kämpferischen und klassenbewussten FLTI (Frauen- Lesben- Inter- Trans-Menschen) – Block. Ob ihrer Größe, lautstarkem Ausdruck und Medienecho wurde die Demo von den Strukturen als Erfolg gewertet.

In Köln beteiligte sich der Rote Aufbau am internationalistischen Block auf der DGB-Demo und war auf der Abschlusskundgebung mit einem stark frequentierten Informationsstand vertreten.

In Stuttgart fanden bis zum ersten Mai diverse spannende Aktionen statt: Ob Kundgebungen, Stadtralley, Sprühereien oder Hausbesetzungen – in Stuttgart wurde widerständiges Leben gezeigt. Am ersten Mai wurde sich am antikapitalistischen Block auf der DGB Demo beteiligt. Anschließend startete die revolutionäre erste Mai Demo an der sich knapp 800 Menschen beteiligten. Nebst mehreren kleinen und größeren Aktionen ging die Demo erfolgreich zu Ende und man feierte am internationalistischen Straßenfest, vor dem linken Zentrum Lilo Hermann, den ersten Mai. Am Nachmittag zogen noch einige weiter zu den beiden Wohnungsbesetzungen. Die Revolutionäre Aktion Stuttgart fasst zusammen: “Alles in allem ein gelungener Tag!”

Siempre*Antifa Frankfurt beteiligte sich an dem großen, internationalistisch geprägten Block auf der DGB Demo. Es wurde die Sozialpartnerschaft des DGB kritisiert und Flagge gezeigt – während der Demo wehten viele angeblich verbotene Symbole der kurdischen Bewegung. Nach der Demo gab es nach einer Stärkung im internationalen Zentrum noch ein Aufruf zum “cornern”, um sich auch unangemeldet die Straßen am ersten Mai zu nehmen.

Es gab in vielen weiteren Städten noch Aktionen und Demonstrationen zum ersten Mai. Wir haben die Gruppen beleuchtet, die sich zu dem bundesweiten Aufruf zusammengeschlossen haben. Unser Ziel für nächstes Jahr: Größer, lauter und stärker!

Die Perspektive heißt Kommunismus!